Weißwein

Den Namen verdankt der Weißwein seiner Traubenart, denn er wir nahezu immer aus weißen Trauben hergestellt. Rotwein und Weißwein unterscheiden sich nicht nur in Bezug auf ihre Farbe und verwendeten Trauben. Hergestellt werden beide Weine auf unterschiedliche Weise.

Die Entstehung des Weines beginnt mit dem Vergärungsprozess der Trauben. Eine charakteristische Eigenschaft des Weißweines ist, dass die Trauben ohne Schale und ohne Stiel verwendet werden. Dies ist genau der Grund, warum auch aus roten Trauben, weißer Wein entstehen kann. Die Farbpigmente sitzen nämlich fast ausschließlich auf den Traubenschalen. Werden diese vor der Herstellung abgelöst, so kann aus roten Trauben durchaus weißer Wein entstehen. Der Weißwein, der aus roten Trauben hergestellt wird, wird Claret bzw. Champagner genannt.

Die bekanntesten und beliebtesten Weißweinsorten sind der Riesling, der Chardonnay und der Weißburgunder. Der Riesling ist unter allen Weinen in Deutschland der Spitzenreiter und löste in den letzten Jahren den Müller-Thurgau vom ersten Platz der Weinrangliste ab. Ungefähr ein Fünftel der deutschen Rebfläche wird vom Riesling Anbau eingenommen. Ein Grund für die große Beliebtheit des Rieslings könnte sein, dass er in nahezu allen Qualitätsstufen und Preisklassen vorhanden ist. Er steht als sowohl als günstiger Alltagswein, aber auch als hochwertiger Qualitätswein zur Verfügung.

Der Chardonnay ist weltweit bekannt und hat seine Ursprünge in Asien. In den letzten Jahren hat er auch in Deutschland immer mehr an Bedeutung gewonnen und die Rebfläche des Chardonnays konnte sich kontinuierlich vergrößern. Obwohl der Riesling in Deutschland eine weit größere Bedeutung besitzt, schneiden Chardonnay und Riesling im internationalen Vergleich fast gleich ab. Genauso wie der Riesling ist der Chardonnay sehr vielseitig einsetzbar. Je nach Belieben kann man seine Mahlzeiten, mit leichten, aber auch kräftigen Weinen verfeinern.

Der Weiße Burgunder stellt eine ebenfalls sehr beliebte Weinsorte dar. Er eignet sich besonders in Verbindung mit einem Menü. Doch auch leichte Weine für laue Sommerabende werden aus dem Weißen Burgunder hergestellt. Der Weiße Burgunder ist nicht nur in Deutschland eine weit verbreitete Weinsorte. Auch in Italien, Österreich, Frankreich und der Schweiz ist er ein gern getrunkener Wein.

Neben den reinen Trinkgenuss ist der Weißwein häufig ein Geheimtipp vieler Köche. Zahlreiche Gerichte werden mit Weißweinen verfeinert. Besonders Saucen verleiht der Weißwein das gewisse Etwas. Dabei sollte man jedoch auf den Geschmack des Weißweines im Vorfeld achten. Herzhafte Mahlzeiten sollten eher mit trockenem Wein verfeinert werden. Beim meist süßen Dessert eignen sich süße Weißweine besonders gut. Ist man sich unsicher, so empfiehlt es sich, einen halbtrockenen Wein zu verwenden, da dieser meist zu jeder Art von Gerichten passt.